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Neue Elektroautos, die 2018 tatsächlich kommen

Nach einer gewaltigen Ankündigungswelle 2017 scheint das Jahr 2018 eher die Ruhe vor dem zu Sturm sein. Scharfe Höhepunkte gibt’s trotzdem.

Neue Elektroautos, die 2018 tatsächlich kommen

2017 war ja nicht gerade ein Jahr der Bescheidenheit, was die Ankündigung von Sensationen in Sachen Elektroauto angeht. Auf dem Boden der Wirklichkeit geben es die Hersteller schon etwas bescheidener. BMW stützt sich noch auf den exotischen i3. Batterien mit mehr Reichweite und ein Motor mit etwas mehr Leistung wurden bereits 2017 eingeführt, der angekündigte Mini und ein X3 in Elektroversion kommen hingegen erst später. Auch Renault und Volkswagen haben 2017 Modelle mit deutlich verlängerter Reichweite gebracht. Neue rein elektrisch angetriebene Modelle sind für 2018 nicht zu erwarten. Tesla dürfte seine Mission von der Großserie gemäß aller Skepsis seitens der etablierten Autohersteller wohl doch kräftig überschätzt haben. Das Model 3 ist 2018 zwar zu kaufen. Die Lieferzeiten sind aber eher Spekulation.

Immerhin: Gleichzeitig sind auch zwei Modelle angekündigt, die als direkte Gegner des Tesla gelten dürfen: Die SUV-Crossovers Jaguar I-Pace, und der Audi e-tron quattro, in der Größe zwischen Q5 und Q7 angesiedelt. Der Jaguar hat zwei Elektromotoren, der Audi gar drei. Beide wollen dem Tesla zeigen, wo es wirklich langgeht. Nach dem Ioniq Elektro bringt Hyundai den kleinen Crossover Kona in einer elektrischen Variante. Auf der gleichen Technik will das koreanische Schwesterunternehmen Kia bald darauf einen rein elektrischen Niro auf den Markt bringen. Die für den Markt bedeutendste Neuerung ist sicher die Neuauflage des ersten Großserien-Elektroautos, des Nissan Leaf, der gleich als gut ausgestattetes Sondermodell für knapp 35.000 Euro startet.

Audi e-tron quattro

Audi e-tron-quattro-Studie, die Serienversion kommt Ende 2018 auf den Markt. © Bild: Audi

Audi bringt Ende 2018 den e-tron quattro auf den Markt. Größenmäßig ordnet dieser sich zwischen Q5 und Q7 ein. Die im Fahrzeugboden verbaute Lithium-Ionen Batterie fasst 95 kWh und soll eine Reichweite von ca. 500 km ermöglichen. Den Antrieb übernehmen drei Elektromotoren, einer an der Vorderachse, zwei an der Hinterachse. Die Gesamtleistung beträgt ca. 435 PS, in einem kurzfristig verfügbaren Boostmodus steigt diese auf über 500 PS. Der 0-100 km/h Wert wird mit 4,6 Sekunden angegeben, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 210 km/h begrenzt. Zum Preis gibt es noch keine genauen Angaben, mit ungefähr € 80.000 ist zu rechnen. Reservierungen werden bereits gegen 1000 Euro Einsatz entgegen genommen.

Hyundai Kona EV

Hyundai Kona, ab nächstem Jahr auch als rein elektrischer Kona EV. © Bild: Hyundai

Hyundai stellt in der zweiten Jahreshälfte eine rein elektrische Version des Kona vor, den Kona EV. Es ist die Rede von zwei verfügbaren Batteriegrößen mit bis zu 65 kWh und 500 km Reichweite. Als Leistung werden ca. 200 PS angepeilt. Der geplante Einstiegspreis mit der kleineren 40 kWh Batterie (ca. 390 km Reichweite) wird mit rund € 36.000 angegeben.

Hyundai Nexo

Der Nexo erhält als Nachfolger des Hyundai ix35 Fuel Cell bereits die zweite Generation des Brennstoffzellenantriebs bei Hyundai. Das SUV ist 467 cm lang, der durch die Brennstoffzelle mit Energie versorgte Elektromotor leistet 163 PS und verfügt über ein Drehmoment von 395 Nm. Die Reichweitenangabe laut NEFZ beträgt dank drei neuen Hochdruck-Wasserstofftanks, gestiegenem Wirkungsgrad und optimierter Aerodynamik 800 km. Als geplanter Preis werden ca. € 54.000 genannt.

Kia Niro EV

Kia Niro, die neue EV Version wird in Sachen Batterie und Antrieb Technikzwillling des Hyundai Kona EV. © Bild: Kia

Hyundai-Konzernpartner Kia bringt 2018 eine neue Version des Niro, den rein elektrischen Niro EV. Antrieb und Batterie in zwei verfügbaren Größen sind dabei ident mit jenen im oben genannten Hyundai Kona EV, also bis zu 500 km Reichweite und 200 PS. Auch preislich sind keine großen Unterschiede zu erwarten, da der Niro etwas größer ist als der Kona, wird er diesen auch im Preis vermutlich geringfügig übertreffen.

Jaguar I-Pace

Jaguar I-Pace, ab Mitte 2018 tritt Jaguar damit gegen Tesla & Co an. © Bild: Jaguar

Jaguar hat den von Grund auf neu als Elektrofahrzeug entwickelten I-Pace soeben präsentiert. Er kann bereits defintiv bestellt werden. Die Preisliste beginnt bei knapp 80.000 Euro. Es gibt auch eine First Edition für gut 100.000 Euro. Lesen Sie mehr über die ersten Fahreindrücke und die Technik und Hintergründe.

Nissan Leaf

© Bild: laggers.at

Die erste Generation des Nissan Leaf war einer der Vorreiter unter den Elektroautos, nun kommt die zweite Generation auf den Markt. Die Batteriekapazität beträgt jetzt 40 kWh. Auch der Motor wurde stärker und leistet nun 150 PS. Das Auto wurde mittlerweile der Weltpresse präsentiert und von e-move bereits einem ersten Test unterzogen. Lesen Sie mehr darüber hier.

Smart electric drive

Smart Electric Drive Cabrio, wie beim Vorgängermodell kommt wieder eine elektrische Version, diesmal auch als Forfour. © Bild: Daimler

Beim neuen Smart electric drive handelt es sich ebenfalls schon um die zweite Generation dieses Modells. Wie bei den anderen Versionen des aktuellen Smart ist dieser zusätzlich zum Fortwo und dem Cabrio nun auch als längerer Viersitzer namens Forfour erhältlich. Die Batteriekapazität beträgt 17,6 kWh, die Reichweite laut NEFZ wird mit 155 – 160 km angegeben. Der Elektromotor leistet 82 PS. Für Österreich sind noch keine Preise bekannt, in Deutschland startet der Fortwo bei € 21.940, der Forfour bei € 22.600 und das Cabrio bei € 25.200.

Tesla Model 3

Tesla Model 3, Die Auslieferungen haben schon begonnen, doch ohne Reservierung 2018 kaum mehr zu bekommen. © Bild: Tesla

Von allen neuen Modellen am meisten Beachtung findet zurzeit das lange erwartete Tesla Model 3. Wer noch keine Reservierung hat muss sich aufgrund der hohen Nachfrage und der Produktionskapazität noch bis 2019 gedulden. Die 470 cm lange Limousine wird in mehreren Versionen angeboten. Das Standard Modell verfügt über eine Batteriekapazität von 50 kWh und laut amerikanischem EPA Wert (der weitaus realistischer ist als der NEFZ Wert, der bei diesem Modell noch nicht bekannt ist) eine Reichweite von 354 km. Das Long Range Modell hat eine größere 75 kWh Batterie und damit eine EPA Reichweite von 499 km. Der Motor leistet in beiden Versionen 261 PS, damit werden 100 km/h in ca. 5,5 Sekunden erreicht. Hinterradantrieb ist Standard, Allradantrieb optional. Für Europa sind zurzeit noch keine Preise bekannt, das Basismodell sollte sich voraussichtlich in der Preisregion um die € 40.000 bewegen.

Text: Fabian Caser

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