Aktionspaket E-Mobilität

Förderungen E-Mobilität: Zusätzliche Maßnahmen

Zusätzlich zu den direkten Förderungen für Private und Unternehmen gibt es noch zahlreiche weitere Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, die individuelle Mobilität insgesamt umweltfreundlicher zu gestalten.

Förderungen E-Mobilität: Zusätzliche Maßnahmen

Logistikpaket

Das E-Mobilitätspaket, das vom Verkehrsministerium und Umweltministerium gemeinsam mit den Autoimporteuren ausgearbeitet und Ende des Vorjahres präsentiert wurde, enthält nicht nur direkte Förderungen für Private und Unternehmen, es gibt noch zahlreiche zusätzliche Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, die individuelle Mobilität insgesamt umweltfreundlicher zu gestalten. So bekommen Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine für Busse und Kleintransporter bis 3,5 Tonnen bis zu 20.000 Euro pro Fahrzeug mit reinem Elektroantrieb. Gemeinden und Busbetriebe erhalten bis zu 60.000 Euro für einen Bus für mehr als 39 Personen, wenn dieser einen reinen Elektroantrieb aufweist. Die großen Flotten wird man dadurch allerdings aus Fördergeld nicht finanzieren können, denn die Fördersumme beläuft sich in diesem Bereich auf sieben Millionen Euro, aufgebracht vom Bund. Hier ist auch die Förderung von Elektromopeds und –motorrädern enthalten.

Ladeinfrastruktur

Weitere 5 Millionen Euro stehen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Neben 200 Euro für die private Wallbox oder ein intelligentes Ladekabel gibt es für jede öffentlich zugängliche Schnellladestation (ab 43 kW Wechselstrom oder 50 kW Gleichstrom) 10.000 Euro.

Zusatzmaßnahmen

Was hingegen nicht viel kostet: Organisatorische Maßnahmen sollen die Bevorzugung von Null-Emissionsfahrzeugen erleichtern wie etwa eigene Kfz-Kennzeichen für Elektroautos mit grüner Schrift oder eine spezielle Kennzeichnung von Hinweisschildern, die sich auf Elektroautos beziehen. Außerdem soll auch das Führerscheingesetz erweitert werden, so dass der B-Führerschein bei Elektrofahrzeugen bis 4,25 Tonnen gilt, um das höhere Gewicht der Batterien vor allem im Bereich der Kleintransporter zu berücksichtigen. Weitere Ausnahmen vom 3,5-Tonnen-Gewichtslimit (z.B. Autobahnmaut, Fahrtenschreiberpflicht) wurden nicht beschlossen.

Text: Rudolf Skarics

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