Test: Kia Optima 2,0 GDI SW Plug-In-Hybrid Platin

Tut gut, fährt gut

Frei von ideologischer Verkrampfung kommt die Plug-In-Hybrid-Variante des Kia Optima jetzt auch als Kombi.

Tut gut, fährt gut

Als wir vor knapp einem Jahr die Limousinen-Variante des Optima Plug-In-Hybrid fuhren, haben wir zum Vergleich auch einen Diesel dabei gehabt. Das Ergebnis war durchaus aufschlussreich: Gleicher Verbrauch bei Plug-In-Benziner und Diesel, mit dem Vorteil seitens des Plug-In-Benziners, dass man 50 Kilometer weit im reinen Elektromodus kommt, und je nach persönlichem Fahrprofil bei regelmäßigem Nachladen möglicherweise überhaupt nur mehr selten eine Tankstelle ansteuert.

Tut gut, fährt gut
4,8-Meter-Kombi mit guter Qualitätsanmutung
Tut gut, fährt gut
Klassische Armaturen, sehr übersichtlich und bedienfreundlich, belüftete Ledersitze!

Da müssen wir doch gleich ein Rechenbeispiel anhängen. Wir haben einen Stromverbrauch von ungefähr 15 kWh auf 100 km festgestellt. Ergibt bei einem Haushaltsstromtarif an der heimischen Steckdose von 20 Cent pro Kilowattstunde 3,00 Euro auf 100 km. Als Diesel oder im Benzinbetrieb kommt man eher gegen sieben Euro pro 100 km.

Das heißt, das rein elektrische Fahren bringt pekuniär nur ein wenig Ersparnis, erfolgt aber immerhin lokal abgasfrei. Da die Hybridfunktion ja auch bei leeren Batterien voll aufrecht bleibt, ist der Kia auch ohne Storm nachzuladen immer noch ein sehr sparsamer Benziner. Die Batterie wird nie ganz leer. Wird ihr aber kein frischer Strom von außen zugeführt, pendelt der Ladezustand immer zwischen 10 und 15 Prozent. Den Wirkungsgradvorteil gegenüber einem reinen Benziner holt sich ein Hybrid im Wesentlichen aus seiner Fähigkeit, beim Bergabfahren und Bremsen relativ viel Bewegungsenergie zurück zu gewinnen, also zu rekuperieren. Seine rein elektrische Reichweite sinkt auch nicht am Berg, vorausgesetzt, es geht nicht allzu lange nur bergauf.

Tut gut, fährt gut
Der Kofferraum des Kombi ist durch Batterien nicht beeinträchtigt. Sie liegen darunter.

Das Besondere am Kombi: Hier ist das Batteriepaket am Wagenboden untergebracht und folglich im Gegensatz zur Limousine das Kofferraumvolumen kaum einschränkt. Das Fahren mit dem Kia Optima SW fühlt sich sehr komfortabel an, naturgemäß im rein rein elektrischen Modus, aber auch in allen Bereichen, in denen der Elektromotor den Benzinmotor beim Beschleunigen unterstützt, und das ist überwiegend der Fall. Das heißt, es ist schon recht gediegenes Reisen möglich, natürlich auch unterstützt durch eine tolle Ausstattung, in der Platin-Variante sogar inklusive belüfteten Ledersitzen.

Tut gut, fährt gutTut gut, fährt gut

Technische Daten
Text: Rudolf Skarics, Fotos: laggers.at

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